Mein Gott, ich kann es gar nicht fassen ... Dies ist mein letzter Blogeintrag von einer wirklich atemberaubenden Reise und ich weiss gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll ... 193 Tage, 3 Laender, zehntausende Fotos und unzaehlige Erlebnisse und Eindruecke - das ist die Bilanz. Wie ich schon geschrieben habe, war New York definitiv ein kroenender Abschluss fuer diesen Trip! Wir zwei Maedels hatten eine Menge Spass, haben uns heute im beruehmten Soulfood-Restaurant "Sylvia" in Harlem nochmal ein fulminantes Abschlussessen gegoennt und nun geht's ans Kofferpacken, denn morgen abend geht unser Flieger zurueck in die Heimat ... Natuerlich macht so ein Abschied einen immer etwas traurig. Es hatte doch schon was, dieses unbeschwerte "Vagabundenleben". Aber ich freue mich tierisch darauf, euch alle live und in Farbe wiederzusehen und endlich zu erfahren, was in eurem Leben so passiert ist (denn ueber meins wart ihr ja bestens informiert ;-)). In diesem Sinne sage ich Good-Bye und bedanke mich bei allen fleissigen Lesern und noch mehr bei den fleissigen Kommentarschreibern (Extralob geht mal wieder an Beate P. ;-)) Und wer weiss, vielleicht gibt es ja irgendwann mal wieder einen Blog von mir zu lesen, denn die Welt als Buch hat noch viele Seiten ...
... Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. - Aurelius Augustinus -
Posts mit dem Label Abschied werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Abschied werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 31. Juli 2011
Donnerstag, 21. April 2011
Abschied auf indisch!
Besser haetten die letzten Tage in meinem geliebten Indien nicht sein koennen: 3 Tage lang habe ich die Strassen Mumbais hauptsaechlich zu Fuss erkundet (was die Rezeptionisten in meinem Hotel sehr amuesiert hat, da hier ein jeder eigentlich das Taxi nutzt), war erstaunt ueber die tollen Kolonialbauten, habe mir die beeindruckenden Felsentempel auf Elephanta Island angeschaut, war wieder einmal schockiert, wie nah Elend und Fortschritt hier beianderliegen, habe nochmal die indische Lebensart in mich aufgesogen und gleichzeitig auch Abschied genommen, indem ich auf westliches Essen bei McDonalds umgestiegen bin. Und fast waere ich ein Bollywood-Filmstar geworden. Leider nur fast. Oder vielleicht besser so, denn mit mir waere der Film wahrscheinlich gefloppt... Aber nun von vorn: Ich hatte schon gehoert, dass Touristen in Mumbai immer mal angesprochen werden, ob sie nicht als Statisten in einem Bollywood-Film mitspielen moechten. Trotzdem war ich ein wenig skeptisch als mich an meinem letzten Tag ein Filmagent auf der Strasse ansprach. Nachdem aber auch noch andere "Opfer" an dem vereinbarten Treffpunkt auftauchten, war ich doch beruhigt, und bin letztendlich gemeinsam mit 15 anderen Europaeern am Abend zu einem Filmstudio gefahren. Also das ist schon aufregend auf einmal in einer Kulisse in einer schottischen Stadt zu stehen, kann ich euch sagen! Nach ein wenig Warten und viel Staunen wurden wir dann eingekleidet - was ein Spass! Ich endete in sehr "geschmackvollen" Glitzerleggings und einem sehr kurzen Kleidchen drueber und geriet doch schon ein wenig ins Gruebeln, was ich denn wohl in dem Film darstellen soll ... Es gibt auch Fotos davon, aber die zeig ich lieber nur im privaten Kreis ;-) Den anderen erging es aber auch nicht wirklich besser - wir sahen irgendwie alle sehr ulkig aus. Man erklaerte uns, dass die Szene, in der wir auftreten, im Jahr 1996 spielt - da war so was eben "in". Okay. Dann ging das Warten am Set weiter ... Zwischendurch gab's mal Essen. Und wieder Warten ... Trotzdem voll spannend, die Darsteller zu beobachten, zu sehen, wie der Regen im Film entsteht, wie lange es dauert bis 2 Sekunden Filmsequenz "im Kasten" sind und einfach das ganze Drum und Dran mitzuerleben. Der Agent, der mich angesprochen hatte, meinte, dass wir um fuenf Uhr morgens definitiv wieder zurueck in Mumbai seien - fuer mich extrem wichtig, da ich um sieben mit dem Taxi zum Flughafen musste, um um zehn meinen Flug zu bekommen. Bloed nur, dass die Inder es nicht so mit genauen Zeitangaben haben ... Am Set wurde uns dann mitgeteilt, dass der Dreh bis 5 Uhr geht (planmaessig, aber es schien eh schon alles irgendwie zeitverzoegert, wie das halt beim Film ist ...) und 2 Stunden Fahrt musste man zurueck in die Stadt einplanen! Da machte sich dann schon ein wenig Panik in mir breit ... Bis 3 Uhr in der Frueh war ich noch in keiner Szene eingesetzt worden, wurde von so einem eher zwielichtigen Set-Mitarbeiter aber dauernd vertroestet, dass die Szene, in der wir alle zum Einsatz kommen, aber gleich startet. Nach ewigen durchaus filmreifen Diskussionen, wurde ich dann 4 Uhr gluecklicherweise von einem Fahrer allein zurueck nach Mumbai gebracht wurde, die anderen haben wahrscheinlich noch Stunden weiter gedreht ... Fuer den grossen Erfolg und Ruhm hat es also leider nicht gereicht, trotzdem kann ich mir keinen besseren Abschluss einer Indienreise vorstellen, als in der "Bollywood"-Metropole Mumbai hautnah die Entstehung eines Filmes miterleben zu duerfen ...
Meinen Flug hab ich auch puenktlich erreicht und ploetzlich bin ich nicht mehr in Indien, sondern in Australien! Befreiend und traurig zugleich, wieder westliche Lebensweise um sich zu haben. Und irgendwie fuehlt es sich grad an, als waere Indien nur ein Traum gewesen ...
Meinen Flug hab ich auch puenktlich erreicht und ploetzlich bin ich nicht mehr in Indien, sondern in Australien! Befreiend und traurig zugleich, wieder westliche Lebensweise um sich zu haben. Und irgendwie fuehlt es sich grad an, als waere Indien nur ein Traum gewesen ...
Sonntag, 16. Januar 2011
Pack' mers ...
So sieht sie aus, die Bilanz meines bisherigen Lebens: rund 30 mit verschiedenem Krimskram gefüllte Kartons, 1 Waschmaschine, 2 blaue Säcke voller Schuhe, 2 Kisten Geschirr, 1 Kühlschrank, dutzende in ihre Einzelteile zerlegte Schränke, 2 Lattenroste, 6 große vakuumverschließbare Tüten Kleidung, 1 Sofa, 1 Koffer voll Handtaschen, 1 Korbsessel und und und ...
Und das alles steht nun nicht mehr in meiner geliebten Wohnung, sondern fein säuberlich eingelagert auf dem Dachboden und in Abstellkammern von Freunden. Anders als bei meiner letzten Reise habe ich dieses Mal meine Wohnung gekündigt, um zum einen natürlich die nicht unerheblichen Mietzahlungen zu sparen und zum anderen auch ein Stück Freiheit zu gewinnen, was mein Leben nach dem Reisen angeht ... Die letzten 2 Wochen waren daher geprägt durch emsiges Kistenpacken. Wie immer bei solchen Räumaktionen habe auch ich erstaunlich viele Dinge wiedergefunden, die ich jahrelang gar nicht vermisst habe. Weggeschmissen habe ich sie natürlich auch diesmal nicht - man weiß ja nie, wann man sie nochmal braucht ...
Dank vieler fleißiger helfender Hände habe ich den Umzugsstress nun hinter mir und kann mich endlich voll und ganz auf meine Reise vorbereiten: Ich bin gespannt, ob alles, was ich gedenke mitzunehmen, auch wirklich in meinen Rucksack passt, und auch ein wenig besorgt, ob ich wirklich nichts wichtiges auf meiner Packliste vergessen habe. Und natürlich stehen mir auch noch einige Abschiede von geliebten Menschen bevor, die ich für eine ganze Weile nicht mehr sehen werde ...
Eine knappe Woche bleibt mir nun noch auf deutschem Boden. Am Freitag fahre ich mit dem Zug nach Frankfurt, von wo aus es dann am 22.01. mit British Airways zunächst nach London und von dort aus nach Mumbai geht. Nach 6 Stunden Aufenthalt bringt mich die Indische Kingfisher Airline dann hoffentlich gesund und munter - und ohne Huhn auf dem Schoß :-) - am 23.01. nach Neu-Delhi. Was mich dort erwartet, kann ich mir bislang anhand der ganzen Indienlektüre, die ich mir so zu Gemüte geführt habe, nur vage vorstellen. Inwieweit sich meine Erwartungen erfüllen, lasse ich euch natürlich regelmäßig an dieser Stelle wissen. Ich freue mich auf zahlreiche fleißige Leser und Kommentarschreiber und wünsche Euch allen viel Spaß dabei, mit mir zusammen ein weiteres Stückchen Welt zu entdecken.
Abonnieren
Posts (Atom)