... Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. - Aurelius Augustinus -
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Dienstag, 3. Mai 2011

Strand & Meer statt Wald & Berge

Gestern verliess ich dann Sydney, obwohl es hier sicherlich noch genug fuer eine weitere Woche (oder zwei oder drei ...) zu sehen gegeben haette. Aber ich wollte mal wieder raus aus der Grossstadt und in den westlich von Sydney gelegenen Blue Mountains, die ich bei meinem letzten Besuch hier nur im Regen gesehen hatte, Natur pur tanken. Ich entschied mich, den Zug zu nehmen, da das doch immer wieder eine sehr angenehme Art des Reisens ist. Man kann die Beine ausstrecken und die Zeit gut zum Lesen und Tagebuchschreiben nutzen. Nur bloed, dass man dabei manchmal seine Umgebung vergisst ... Als ich kurz vor meiner planmaessigen Ankunftszeit an einem Bahnhof dann doch mal aus dem Fenster sah, musste ich doch etwas erstaunt feststellen, dass der Name der Haltestelle gar nicht in meinem Fahrplan verzeichnet war. Ich wartete noch einen weiteren Bahnhof ab, aber auch der lag nicht auf meiner Route. Nach kurzer Ruecksprache mit meinen Mitreisenden erfuhr ich dann, dass mein Zug gar nicht in die Blue Mountains faehrt, sondern nach Newcastle, das etwa 3 Stunden noerdlich von Sydney liegt. Gut zu wissen, dachte ich so bei mir. Und da ich die Blue Mountains ja nun schon mal ansatzweise gesehen hatte und der Wetterbericht auch fuer dieses Mal nicht strahlenden Sonnenschein vorhersagte, entschied ich mich spontan fuer eine kleine Routenaenderung und so sitze ich hier nun in der Jugendherberge in Newcastle und muss sagen, es haette mich in schlimmere Orte verschlagen koennen. Die Stadt an sich macht zwar eher einen etwas verschlafenen Eindruck, aber die zahlreichen Straende hier mit meterhohen Wellen, die gegen die Klippen schlagen, sind einfach atemberaubend! Trotz leichtem Nieselregen hab ich mich heute sogar eine Runde ins Wasser getraut. Eine grossartige Erfindung sind hier naemlich die sogenannten "Ocean Baths" - direkt ans Meer grenzende Schwimmbecken, die mit Meerwasser gefuellt sind, in denen man aber vor dem Wellengang und dem ganzen Meergetier geschuetzt ist. Die 20 Grad Wassertemperatur (aus Indien war ich 27 Grad gewoehnt!) haben mich anfangs zwar etwas Ueberwindung gekostet, aber dann hab ich es doch sehr genossen.
Und wie es das Schicksal so will, bin ich dann hier im Hostel auf eine Jobanzeige gestossen, bei der sie Leute fuers Fruitpicking (fuer die Nicht-Englaender unter den Lesern "Erntehelfer" ;-)) suchen. Ist zwar jetzt kein Job zum Reichwerden, aber ein wenig Geld verdienen find ich zur Zeit allemal besser als viel Geld ausgeben ;-) Und somit begebe ich mich dann ab morgen unter die Tomaten-Pfluecker. Mal sehen, wie lange mir das Spass macht ...
Also werdet bitte nicht ungeduldig werden, wenn der naechste Blogeintrag wieder ein bisschen auf sich warten laesst (aber ausser Beate P. scheint das ja eh niemanden zu stoeren ;-)) und seid ganz lieb gegruesst von der angehenden "Farmerin" Claudia :-)